Mein Leben habe ich dem Erlebbaren gewidmet. So vieles schwirrt in unseren Köpfen herum und ist nicht erlebbar! Ich bin, seit ich denken kann, ein Wahrheitssucher. Was ich wahrnehme, berichte ich meinen Mitmenschen, um herauszufinden, ob sie es in ihrem Leben ebenso wahrnehmen. Was ich höre, prüfe ich zuerst in meinem eigenen Erleben. ‹Wahrheit ist für mich das, was wir gleichsam wahr nehmen.

Seit ich mich kenne erforsche ich seelische Verletzungen. Körperliche Verletzungen sind sicht- und tastbar. Seelische sind spürbar. Ein Mensch und auch ein Kollektiv erblüht, wenn es seine Gaben und Verletzungen ins Licht des Bewusstseins hebt.

Am eigenen Gemüt habe ich seelische Einschnitte erfahren: Meine ersten zehn Tage auf der Welt im Neugeborenenzimmer, der plötzliche Tod meiner Urgroßmutter, in deren Zimmer mein Bettchen stand, ihr Weggang, der mir vorenthalten wurde, der Abbruch meiner Kindheitsliebe durch Wegzug ohne Zeit zum Ausklingen, die Geschehnisse am Ende des zweiten Weltkriegs, die meine Großmütter über Monate ertragen haben, gegen die sich meine Großväter nicht erwehren konnten und die meine beiden Eltern als Kleinkinder hautnah miterlebten.

 

Es reicht nicht aus, dieses allein zu wissen. Altes sperren wir in Räume unseres inneren Hauses und verschließen die Türen. Das Leben hat mir beiseite gestanden, diese Türen in mir zu öffnen, es erneut zu erleben, zu fühlen, zu spüren und zu denken, um es heute in mir zu halten und dir, geliebtem Leben, zurückzugeben. In Dankbarkeit für die tiefen Erfahrungen, die wir Menschen auf diesem schönen Planeten machen.

1999 und 2002 traten zwei Erkenntnisse in mein ansonsten alltägliches Dasein als Projektleiter im Informationsmanagement, Ehemann und Zwillingsvater. Mit einem Schlag erkannte ich die unterschiedlichen räumlichen Dimensionen, in denen wir Menschen leben und wirken, und drei Jahre später die Bereiche unseres Erlebens, wenn das Unbewusste sie nicht überdeckt. Ich war ergriffen von einer inneren, geistigen Führung, ließ mich ein und trat in meine Lebensschule ein, die mir auf wundersame Weise in
Beziehungen und Begegnungen Erfahrungen, Höhen und Tiefen, Herausforderungen, Liebe, Glück und Erfüllung schenkte und schenkt. Ich wurde im Unternehmen zum Mitarbeiterrat gewählt, folgte einem Ruf und wurde Lehrer am Gymnasium, bildete mich bei einer Heilerin aus, wurde Lehrer an einer Freien Schule, an einer Waldorfschule, schrieb ‹jahnna – das Buch der Menschen, arbeitete als Gärtner und Handwerker, lebte weitgehend frei und uneingebunden, erstellte das ‹Online-Buch› und eröffnete die ‹jahnna Bewusstseinsschule›.

 

Jeder, der sich nicht von sich selbst ablenkt, der den Weg des Herzens verbunden mit der Weisheit des Denkens, dem eigenen Körper, den Gefährten, dem Spüren und dem Leben selbst geht, kann Erfüllung, tiefen inneren Frieden und die Sinnlichkeit des Lebens in der Begegnung mit der Natur und Mitmenschen erleben.

 

Alles Gute für deinen Lebensweg!!!

 

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