Die Natur des menschlichen Erlebens umfasst Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Körperempfinden, Fühlen, Denken, Spüren und reines Sein.

Petra Bosshard-Zwerenz - grün-oranger Blütenraum, Foto 2018-04

 Jeder Mensch mit intakten Sinnen sieht, hört, riecht, schmeckt und tastet.

Jeder Körper zeigt in jedem Augenblick in Feinen und mitunter auch im Groben Ausdrücke und Empfindungen.

Jeder Mensch fühlt und hat Gefühle, auch wenn er gerade im Denken ist.

Jeder Mensch hat in nahezu jedem Augenblick Gedanken. Sie treten im Innern in Form von Worten, Sätzen, Bildern und im vertieften Denken auch in Form von Gerochenem, Geschmecktem, Getastetem und Gespürtem auf.

Jeder Mensch spürt, nimmt Eindrücke des Spürens wahr, auch wenn das eigene Bewusstsein diese nicht in den Verstand gelangen lässt. Spüren ist das Wahrnehmen der Eindrücke der höheren Sinne und ein weites Feld des Erlebens. Spüren ist so objektiv wie die ersten fünf physischen Sinne.

Jeder Mensch kann bewusst den Ort der eigenen Aufmerksamkeit feststellen. Die Aufmerksamkeit kann den Raum des eigenen Körpers verlassen. Sie kann an einem Ort sein oder sich im Raum ausweiten.

Das eigene Bewusstsein ist erlebbar. Es ist möglich, die Weite des eigenen Bewusstseins wahrzunehmen und ebenso seine Konzentration im Denken, Fühlen, Körperempfinden oder in einem Geschehen im Außen.

Das reine Sein ist wahr und wirklich erlebbar. Wenn die ersten neun Bereiche des Erlebens ohne Eindrücke sind, verbleibt dieses Erleben. Das reine Sein ist ewig, unendlich weit und unwandelbar.

Gewahrsein ist ein wahres und wirkliches Erleben, unser Sein in der Ebene des Selbst, in der wir weithin mit allen Wesen, der Natur und dem Leben verbunden sind.

Wollen ist ein Ausdruck der Kraft, die sich durch Denken, Fühlen und Körperbewegung hindurch zeigt. Im Denken ist Wollen das Festhalten an einer Vorstellung. In Augenblicken der Stille im Denken, des offenen Herzens, der Ruhe des Körpers ist im Menschen kein Wollen zu finden.


Wir erleben nicht nur, wir tun und wirken auch! Kein Augenblick ist ohne Tun, denn wir wirken im Physischen, Seelisch-Geistigen und in der Ebene des Selbst zugleich.

 

Für die eigene Entwicklung ist es hilfreich, das eigene Bewusstsein immer wieder einmal in das vollständige Erleben zu weiten, um sich in umfangenen Augenblicken zu erinnern, was im Erleben fehlt ;-)

Übungen