Christoph Steinbach - lila Baumblüte vor Forsythie 1, 04.2018

Im Gewahrsein sein heißt, mit offenem Herzen zu leben. Auch im hohen Bewusstsein schließt und öffnet sich das mitfühlende und verbundene Herz mitunter von selbst. Es ist ab und zu notwendig, um sich selbst zu behaupten. Im Alltag, in der Arbeit, in der Beziehung. Einem Menschen, der Wege in das Gewahrsein gehen kann, ist es möglich, auch in emotional und körperlich schwierigen Umständen eine Gewissheit sowie ein seelisches und körperliches Erleben des Gewahrseins zu haben.
Das verbundene, fühlende und mitfühlende Leben mit offenem Herzen ist der Himmel. Mitunter ist ein Schließen des Herzens notwendig. So wie sich manche Blüten in der Nacht schließen, sich Münder öffnen und schließen, die Tür im Haus der inneren Ruhe dient und der Mensch sich immer wieder einmal von der Welt zurückzieht, so ist das Schließen des Herzens für manchen seelischen Prozess erforderlich. Je bewusster der Mensch sich selbst ist, desto mehr ist er sich der inneren und äußeren Prozesse bewusst und findet auch in ihnen das Gewahrsein, das ihn trägt und führt. Zum eigenen Wohl und zum Wohle seiner Nächsten zugleich.

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